Vegane Bärlauchmayonnaise

by wildemoehre

Über den Bärlauch habe ich schon viel in diesem Blog geschrieben, zum Beispiel, wie man ihn richtig erkennt oder wie man sich mit Bärlauch frühlingsfit machen kann und warum er so gesund ist.

Er ist eines meiner absoluten Lieblingskräuter. Er lässt sich wunderbar in zahlreiche Rezepte einarbeiten, weil sein würziger, knoblauchartiger Geschmack einfach zu ganz vielem passt. Jedes Jahr zur Bärlauchsammelzeit probiere ich etwas Neues mit ihm aus. Dieses Jahr hatte ich Lust, einmal eine vegane Mayonnaise mit Bärlauch zu versuchen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und schmeckt wirklich seeehr lecker! 

Praktisch an der veganen Mayonnaise ist die längere Haltbarkeit im Kühlschrank, im Gegensatz zur herkömmlichen, selbstgemachten Mayonnaise, weil die vegane Variante ohne rohes Ei auskommt. 

Ich habe die Mayo bereits mit Süßkartoffelpommes und mit Pellkartoffeln kombiniert, beides passt sehr gut. Auch zum Grillen und zu Grillgemüse ist die würzig-grüne Mayo ganz fein.

Bärlauch (Allium ursinum) im Korb

Süßkartoffelpommes, so geht's...

Für die Süßkartoffelpommes habe ich die Süßkartoffeln zunächst geschält und in ungefähr gleich große, ca. 4-5 mm dicke Stifte geschnitten.

Diese habe ich für einige Stunden in kaltes Wasser eingelegt und schließlich abgetropft. Dann habe ich die Stifte in Speisestärke gewälzt und auf  einem mit Sonnenblumenöl bestrichenem Backpapier ausgelegt (Backpapier auf Backblech). Den Ofen habe ich auf 200 Grad vorgeheizt und in der Zwischenzeit etwas Sonnenblumenöl mit Paprika- und wenig Chiligewürz verrührt. Diese Marinade habe ich auf den Süßkartoffelstiften verteilt und diese noch ein bisschen mit Semmelbröseln bestreut. Dann habe ich sie im Ofen gebacken, bis sie leicht gebräunt und außen knusprig waren. Die Süßkartoffelpommes kann man dann einfach in die Mayo dippen. Yum!

Vegane Bärlauchmayonnaise

Der Bärlauch ist mit seiner feinen Würze in der Küche unglaublich vielseitig einsetzbar. Sehr gut eignet er sich für Aufstriche, Dips und Saucen. Jeden Frühling nutze ich das Kraut intensiv. Dieses Jahr habe ich mal vegane Bärlauchmayonnaise mit Süßkartoffelpommes probiert. Echt lecker…

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Menge: ca. 300 ml

Zutaten

  • 125 ml Sojamilch, zimmerwarm
  • 175 ml Sonnenblumenöl
  • 1 EL Zitronensaft
  • 1 TL Senf
  • 10 g frische Bärlauchblätter
  • Salz, Pfeffer

Und so geht’s

  • Sojamilch mit Zitronensaft und Senf in einem hohen Gefäß mit dem Stabmixer mixen.
  • Unter dem Mixen nach und nach das Sonnenblumenöl hinzufügen und den Stabmixer immer wieder auf und nieder ziehen, bis eine schöne Emulsion entstanden ist. Ist die Mayonnaise zu dick, noch etwas Sojamilch hinzufügen, ist sie zu dünn, noch etwas Sonnenblumenöl hinzufügen und mixen.
  • Wenn die Mayo die passende Konsistenz hat, den Bärlauch hinzufügen und ganz kurz mit dem Stabmixer pürieren.
  • Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Kurz notiert

Die vegane Mayonnaise hält einige Tage im Kühlschrank und ist dabei unbedenklicher als herkömmliche, selbstgemachte Mayo, welche rohes Ei enthält. Es gibt natürlich auch andere pflanzliche Milch, jedoch wird die Konsistenz mit Sojamilch am Besten. Sojamilch und Sonnenblumenöl müssen unbedingt die gleiche Temperatur haben, also keine kalte Milch verwenden. Das ist wie beim Cremerühren in der Naturkosmetik.

Viel Freude beim Nachmachen und Genießen wünscht euch

Eure Wilde Möhre

Disclaimer! Wenn man selber Wildpflanzen sammelt und diese nutzt, muss man in der Lage sein, die Pflanze zu hundert Prozent sicher zu erkennen. Bei Unsicherheit ist von der Nutzung unbedingt abzusehen! Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Informationen sind sorgfältig zusammengetragen und recherchiert. Dennoch übernimmt der Anbieter dieser Webseite keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Seiten und Inhalte. Die vorgestellten Hausmittel und Rezepturen ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Anwendung bei Babies, Kleinkindern, Kindern, Schwangeren und Menschen mit Bluthochdruck sollte in jedem Fall unter ärztlicher Begleitung bzw. nur mit vorheriger Abklärung durch einen Arzt erfolgen. Bei unklaren, schweren, akuten und anhaltenden Gesundheitsbeschwerden reichen Hausmittel nicht aus und es sollte ein Arzt konsultiert werden. Das Nachmachen der Rezepturen und die Anwendung der Tipps geschieht auf eigene Verantwortung.

Fotos: ©Silja Parke

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