Gesundes von Bäumen: Vitalisierender Frühlings-Smoothie mit Buchenkeimlingen

Buchen Smoothie

Gesundes von Bäumen: Vitalisierender Frühlings-Smoothie mit Buchenkeimlingen

Junge Knospen Blätter, Keime und Blüten von Bäumen sind nicht nur gesund und stecken voller Lebenskraft, sie schmecken auch fantastisch!

Unterm Baumdach fühlt sich wohl jeder wohl

Baum und Mensch - eine innige Beziehung

Schon seit Jahrtausenden werden Bäume von den Menschen verehrt. Früher wurden sie als Heiligtümer angesehen, man glaubte, dass in ihnen Gottheiten wohnten, sie waren Symbole des Lebens und “die großen Brüder des Menschen”. Das liegt zum einen wohl an der großen Bedeutung, die Bäume für die Menschen hatten und haben. Denn sie boten ihnen nahezu alles, was sie zum Leben benötigten: Schutz, Brenn- und Baumaterial sowie energie- und besonders proteinreiches Futter für das Vieh. Aus Bäumen wurden Werkzeuge sowie Nahrungs- und Heilmittel hergestellt. Im Alpenraum hatte sich hieraus eine regelrechte Baumwirtschaft entwickelt, die den Menschen in Notzeiten das Überleben sicherte.

Zum anderen standen Bäume aufrecht, genau wie die Menschen und waren als “treue Freunde” eigentlich bei allem, was im menschlichen Leben geschah, Zeugen. Sogar das Chlorophyll, also der Stoff, der für die grüne Blattfarbe verantwortlich ist, ähnelt in seiner Zusammensetzung ganz unserem roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Genauer genommen sind sie in ihrer Struktur gleich aufgebaut, der Unterschied ist, dass Hämoglobin Eisen enthält, das ihm die rote Farbe verleiht und Chlorophyll hingegen eine Magnesiumverbindung, die für die grüne Farbe sorgt.

Im jungen Pflanzenjgewebe stecken außerordentlich lebendige und heilende Kräfte

Altes Baumwissen neu entdeckt

Gerade jetzt im Frühling können wir uns mit den jungen Knospen, Trieben, Blättchen und Keimen der Bäume viel Gutes tun. Schon früh wussten die Menschen um die Kräfte jungen Pflanzengewebes. Nachdem vieles von diesem Wissen verschüttet wurde, wird es heute von vielen wiederentdeckt – spätestens seitdem das Herstellungsverfahren von Gemmotherapeutika (“Gemma” = lat. Knospe) in das europäische Arzneibuch aufgenommen, den homöopathischen Arzneimitteln zugeordnet wurde und dadurch Anerkennung fand. Seit 2011 sind Gemmotherapeutika in vielen europäischen Ländern und u.a. in Ländern wie den USA, Australien, Neuseeland usw. erhältlich. 

In der Gemmotherapie finden insbesondere Knospen Anwendung

Die Vorzüge "embryonalen" Pflanzengewebes

In der Gemmotherapie werden embryonale Pflanzenteile, insbesondere von Bäumen und Sträuchern, die aus höchst teilungsfähigem Gewebe bestehen, verwendet. Hauptsächlich sind dies Knospen, die in Form von Mazeraten genutzt werden aber auch andere im Wachstum befindliche Pflanzenteile, wie junge Triebe, Keimlinge und Blüten. Die Idee, die hier zugrunde liegt ist, dass bei allem was sich im Wachstum befindet, noch keine Abbau- und Alterungsprozesse stattfinden. Es ist die pralle Lebenskraft, die den Knospen und jungen Pflanzenteilen innewohnt, die Kraft sich zu entfalten und sich dem Leben hinzuwenden. Von ihr kann der Mensch profitieren, denn in kleinen Mengen eingenommen, haben die embryonalen Pflanzenteile für ihn eine gesundheitsfördernde und vitalisierende Wirkung. ­­

In den jungen Pfänzchen steckt noch die volle Lebenskraft, die Hinwendung zum Leben

Woher die positive Wirkung kommt

Die Wirkung beruht auf einem Mix aus Phytohormonen, die Wachstumsprozesse steuern und so nur im Embryonalgewebe vorkommen, auf der Reichhaltigkeit an Enzymen, Inhaltsstoffen wie Chlorophyll, Harzen, Ölen, Vitaminen, Mineralstoffen u.v.m. sowie Lichtenergie und energetischen Strukturen, welche die Lebendigkeit im Körper erhöhen den Körper auf feinstofflicher Ebene an seine Urinformationen erinnern und harmonisieren.

Die energetischen bzw. feinstofflichen Aspekte können naturwissenschaftlich bisher nicht belegt werden. Durch diese Aspekte unterscheidet sich die Phytotherapie, die den Schwerpunkt auf den Wirkstoffgehalt der Pflanzen legt, von der Gemmotherapie, bei der es vor allem auch um die Lebenskraft geht, die in den jungen Pflanzenteilen gespeichert ist. Auch wenn dies nicht wissenschaftlich belegbar ist, so kann jeder doch die positiven Auswirkungen am eigenen Körper spüren.

Die jungen Buchenkeimlinge findet ihr in Mischwäldern

Junge Knospen, Triebe, Keime und Blüten in der "Wilden Küche"

Wer sich für Gemmotherapie interessiert, für den gibt es schon einige gute Literatur und immer mehr Kursangebote, die einen Einblick geben. Mir persönlich gefällt das Buch „Knospen“ von Gabriela Nedoma sehr gut.

Neben der Herstellung von Gemmotherapeutika aus jungen Pflanzenteilen kann man diese aber auch wunderbar in der „Wilden Küche“ verwenden oder einfach mal direkt aus der Natur von der Hand in den Mund naschen. Auf diese Weise kann man prima von den gesundheitsfördernden, entgiftenden, immunstärkenden und belebenden Eigenschaften der zarten Knospen, Triebe, Keime, Blättchen und Blüten profitieren. Ich bin ein großer Freund davon! Denn man kann durch gesunde, lebendige und “wilde” Zutaten in der Ernährung schon einmal vorbeugen, bevor überhaupt akute Krankheitsbilder entstehen. Mal abgesehen davon ist das einfach köstlich und ungeheuer belebend!

Vitalisierender Smoothie mit Buchenkeimlingen, Blattgrün und Früchten

Rezept

Vitalisierender Smoothie mit Buchenkeimlingen

In einem Smoothie bleibt die lebendige Kraft der Pflanzen erhalten. Durch Hitzeeinwirkung werden sowohl die Wirkstoffe als auch die Lebendigkeit der Nahrungsbestandteile beeinträchtigt. Deswegen sollte man auch Rohkost in den Speiseplan einbauen.

Sehr gesund ist Blattgrün, es wirkt antioxidativ, belebend und durch das Chlorophyll auch blutbildend. Zudem enthält Rohkost viele wertvolle Enzyme, die vom Körper mit zunehmendem Alter nicht mehr in ausreichender Menge selbst gebildet werden können aber äußerst wichtig für unsere Körperfunktionen sind. Enzyme sind wie Katalysatoren im menschlichen Körper, die biochemische Reaktionen beschleunigen bzw. erst ermöglichen. Bei Temperaturen ab 50° C werden Enzyme irreversibel zerstört, deswegen wird zu Smoothies auch ein wenig Eis gegeben, denn durch das Pürieren im Mixer entsteht Temperatur.

Für meinen erfrischenden Frühlings-Smoothie habe ich einen Mix aus Blattgrün, Früchten und Buchenkeimlingen gewählt. 

Die Buchenkeimlinge findet ihr momentan überall in den Mischwäldern, an nährstoffreichen, schwach sauren bis kalkreichen Standorten. Die Böden sind übersäht mit den knackigen, nussig schmeckenden Keimen.

Knackiges Blattgrün, junge Buchenkeimlinge und frisches Obst enthalten reichlich Enzyme

Zutaten

1 säuerlicher Apfel

1 Birne

1/2 Avocado

2 Medjool Datteln

1 große Handvoll Portulak

1 Handvoll Buchenkeimlinge

Saft 1/2 Zitrone

150-100 ml Wasser

1 Handvoll Eiswürfel

 

Alle Zutaten im Mixer pürieren. Flüssigkeit nach Belieben hinzugeben aber Vorsicht! Wasser ist kein Geschmacksträger, deswegen nach und nach zugeben und zwischendurch abschmecken.

 

E voilá! Fertig ist der Frühjahs-Smoothie!

Lasst ihn euch munden!

Eure Wilde Möhre!

Disclaimer! Wenn man selber Wildpflanzen sammelt und diese nutzt, muss man in der Lage sein, die Pflanze zu hundert Prozent sicher zu erkennen. Bei Unsicherheit ist von der Nutzung unbedingt abzusehen! Die auf dieser Seite zur Verfügung gestellten Informationen sind sorgfältig zusammengetragen und recherchiert. Dennoch übernimmt der Anbieter dieser Webseite keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Seiten und Inhalte. Die vorgestellten Hausmittel und Rezepturen ersetzen nicht den Arztbesuch. Die Anwendung bei Kindern, Schwangeren und Menschen mit Bluthochdruck sollte in jedem Fall unter ärztlicher Begleitung bzw. nur mit vorheriger Abklärung durch einen Arzt erfolgen. Bei unklaren, schweren, akuten und anhaltenden Gesundheitsbeschwerden reichen Hausmittel nicht aus und es sollte ein Arzt konsultiert werden. Das Nachmachen der Rezepturen und die Anwendung der Tipps geschieht auf eigene Verantwortung.

18. April 2017

Fotos: ©Andreas Thomasser, ©Wilfred Bedek

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